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Die Sammlung Ludwig in Bamberg
Das Alte Brückenrathaus beherbergt die Sammlung Ludwig - Fayence und Porzellan. Das weltweit anerkannte Sammlerehepaar Peter und Irene Ludwig hat Kostbarkeiten aus den verschiedensten Porzellanmanufakturen zusammengetragen und der Stadt Bamberg als Dauerleihgabe übergeben. | |
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| Schwerpunkt der Sammlung ist der umfangreiche Bestand an Meißner Porzellan. Vor allem über das frühe Schaffen dieser berühmten ersten europäischen Porzellanmanufaktur kann der Besucher einen hervorragenden Überblick gewinnen. Was die Fayence aus Straßburg anbetrifft, sehen Sie hier eine der bedeutendsten Privatsammlungen Europas. Auch andere Porzellanmanufakturen des 18. Jahrhunderts wie Höchst, Nymphenburg, Fürstenberg, Ansbach und weitere sind mit Ausstellungsstücken vertreten.
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| Tafelgeschirr und Tischschmuck geben einen guten Einblick in die verfeinerte Kultur des Genusses, die im 18. Jahrhundert in höfischen Kreisen regierte. Neben kostbar bemalten Tellern, Platten und Schüsseln zierten Vasen, Potpourri- und Rauchgefäße sowie Terrinen in Form von Tieren und Früchten die Tische. Die Getränke Tee, Kaffee und Schokolade gelangten im 17. Jahrhundert von Übersee nach Europa und erfreuten sich bald großer Beliebtheit. Sie wurden in eigens dafür kreierten und entsprechend verzierten Kannen und Tassen "zelebriert". | |
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Die berühmte Affenkapelle aus der Meißner Porzellanmanufaktur besteht aus 27 Figuren; zum Teil spielen sie auf Instrumenten, wie sie im 18. Jahrhundert gebräuchlich waren, zum Teil agieren sie als Sänger. Die Idee, Affen in Menschenkleider zu stecken und sie als Musiker darzustellen, hatte in der Kunst Tradition: bereits in der mittelalterlichen Bauplastik und Buchmalerei finden sich entsprechende Darstellungen. Sie sollen menschliche Eitelkeiten karikieren und gleichzeitig die Vergeblichkeit solchen Strebens verdeutlichen. Die Meißner Affenkapelle geht auf französische Vorbilder zurück und erfreute sich so großer Beliebtheit, dass sie von mehreren europäischen Manufakturen kopiert wurde.
→ Peter und Irene Ludwig Stiftung
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